Aller anfang ist schwer. Das erfuhr Walter Fritzsche sen., als er am 13.08.1923 in Naunhof eine eigene Tischler-Werkstatt ins Leben rief. Zunächst in der Bodendammer im Hause seines Schwiegervaters in Naunhof, Lange Strasse. eine Hobelbank, Hobel, Säge und ein wenig anderes Handwerkzeug, dazu ein bescheidener Holzvorrat in einem Notschuppen mit Regenschutz, war vorläufig alles. Erste Gehilfin war seine junge Frau, die mit Pinsel und Leimtopf tüchtig mit zugriff.

Die Aufträge wurden allmählich so umfangreich, dass nach größeren Räumen Ausschau gehalten werden musste. So siedelte der junge Betrieb 1926 in das Grundstück in der Langen Straße 7 um, welches später gekauft wurde und noch heute den Firmensitz derstellt.

An dem vorhandenen Gebäude waren umfangreiche An-, Um- und Ausbauarbeiten notwendig, um daraus eine Glaserei- und Tischlereiwerkstatt zu machen. Neben dem Werkstattgebäude stand bald auch ein weitaus größerer Holzplatz zur Verfügung. Der Arbeitsbetrieb ging mit Elan voran, die Arbeitsproduktivität war merklich gestiegen, größere Aufträge konnten in kürzerer Zeit erledigt werden.

Am 01.01.1968 übernahm walter Fritzsche jun. die Leitung des Betriebes. Und er leitete ihn mit energie und Geschäftssinn, er bekam immer weider große Aufträge, die den ganzen fachlichen Einsatz des Meisters und der Belegschft, die sich inzwischen auf 10 Mann vergrößert hatte, verlangten.

Neben großen Aufträgen hat der Betrieb aber nie seine Aufgaben auf dem Gebiet der Dienstleistungen vergessen. Mancher Naunhofer Lausejunge ist froh, dass die zerschlagene Fensterscheibe so schnell ersetzt wurde und größerer Ärger erspart blieb. Auch die Hausbesitzer haben manches anliegen, um ihre Grundstücke zu erhalten. Die Firma Walter Fritzsche hat für alle diese Aufträge Zeit, Material und geschickte Hände.

Nach der Wende stellten sich dem Betrieb neue und bis dahin unbekannte Aufgaben. Die Anforderungen an Konstruktion und Qualität wurden sprunghaft größer, um den in den alten Bundesländern bestehenden Normen standzuhalten. Neue Maschinen mußten her.

Auch die Angebotspalette wurde wesentlich erweitert. So werden heute Holz- und Kunststofffenster vertrieben und fachgerecht montiert. Haustüren werden in eigener Produktion gefertigt. Auch Innentüren und Tore jeder Art gelangen an den Kunden. Neben individuellen Konstruktionen, sei es eine Wandverkleidung oder eine Bleiverglasung, beschäftigt sich die Firma auch mit Sonnen- und Wetterschutz aller denkbaren Varianten rund ums Fenster Auch die Verwaltung der Firma wurde gestrafft.

Die gesamte Buchhaltung wird im eigenen Haus abgewickelt. Hier stehen Computer und leistungsfähige Software zur Verfügung, die – in Verbindung mit dem Fachwissen des kaufm. Mitarbeiters Matthias Mucke – einen reibungslosen Beitriebsablauf gewährleisten.

Mittlerweile arbeitet die 3. Generation im Betrieb.

Jörg Fritzsche kam 1993 in den väterlichen Betrieb, nachdem er 2 Jahre in den alten Bundesländern gearbeitet hatte, wo er sich neue Kenntnisse und Fähigkeiten aneignete. Im Jahre 1997 wurde die Meisterausbildung erfolgreich beendet.

Das junge Gespann setzt auf Inovation, sodass immer neue und qualitativ hochwertige Produkte angeboten werden können. Leistungsfähige Geschäftspartner stehen hier der Firma zuverlässig zur Seite. So konnten auch sehr anspruchsvolle Projekte verwirklicht werden. Vertretend hierfür sei der Neubau des Rathauses in Naunhof genannt, bei dem die Firma die Innentüren eingesetzt hat. Auch das Gebäude in der Großsteinberger Straße 1 ist, nicht zuletzt durch die neuen Denkmal-Fenster, ein Schmuckstück geworden.

Bei allem Streben soll jedoch der Charakter des handwerklichen Fachbetriebes erhalten bleiben. Die Firma hat auch für kleinste Probleme immer ein offenes Ohr und findet garantiert eine Lösung. „Die Nähe zum Kunden ist eines unserer wichtigsten Anliegen“, so der Inhaber. Und das wird auch in Zukunft so bleiben, denn in der Glaserei & Tischlerei Walter Fritzsche wird nicht nur Qualität sondern auch Tradition groß geschrieben. Gut zu wissen! 

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